10. März 2016

Uniklinikum Jena archiviert nur noch digital – mit hohem Beweiswert

Die secrypt GmbH und die März Internetwork Services AG setzen derzeit im Universitätsklinikum Jena ein digitales Archivierungskonzept um. Die Absicherung der digitalen Daten erfolgt hierbei mithilfe von elektronischen Signaturen und Zeitstempeln.

Am größten Klinikum Thüringens hat die papierbasierte Archivierung bald ausgedient. Derzeit arbeiten die Signaturexperten der secrypt GmbH und die März Internetwork Services AG, das Systemhaus für Krankenhäuser, mit Hochdruck an der Umsetzung eines digitalen Archivkonzeptes. Zentraler Bestandteil des Konzeptes ist die Integritätssicherung der digitalen Daten mithilfe von elektronischen Signaturen und Zeitstempeln sowie die zukunftssichere Standardisierung der Datenablage nach IHE (Integrating the Healthcare Enterprise).

Integritätssicherung originär digitaler Dateien

In einem Universitätsklinikum fallen jährlich knapp 1,5 Millionen Dokumente an, darunter OP-Berichte, Arztbriefe und Befunde unterschiedlichster Art. Um diese Dokumente künftig in ihrer digitalen Form und mit hoher Rechtssicherheit ausgestattet im Archiv ablegen zu können, versieht der Signaturserver digiSeal® server von secrypt die Dokumente mit einer qualifizierten elektronischen Signatur. Bereits bestehende papierbasierte Akten werden von einem externen Scandienstleister digitalisiert, mit einem Integritätsschutz versehen und an das Uniklinikum Jena übermittelt. Anschließend überprüft der Signaturserver von secrypt den Integritätsschutz aller digitalen Dokumente und übergibt diese inklusive der Prüfprotokolle an das elektronische IHE-konforme Archiv Tiani „Spirit“, welches von März implementiert wird. So wird sichergestellt, dass die Daten einerseits rechtssicher, zusätzlich aber auch hochstandardisiert und zukunftssicher, basierend auf Services der IHE, abgespeichert werden. Gleichzeitig sorgen die Komponenten Avantgarde IDA und IDV der März DES GmbH dafür, dass auch arbeitsplatzbezogenes Scannen in den Archivierungsprozess einbezogen wird und ein hochperformanter Viewer für die Ansicht von Dokumenten und Bildern aus dem Archiv zur Verfügung steht.

Langzeit-Beweiswerterhaltung im eArchiv

Damit die archivierten Daten auch nach mehreren Jahren noch einen hohen digitalen Beweiswert aufweisen, setzt das Universitätsklinikum Jena auf eine Langzeit-Beweiswerterhaltung nach dem internationalen LTANS/ERS-Standard. Hierbei erzeugt die Software digiSeal® archive von secrypt für jedes im Archiv gespeicherte Dokument eine Prüfsumme (Hash-Wert) und sortiert diesen in einen Hash-Baum ein. Dieser wird täglich mit einem Zeitstempel versehen und sichert so den inhaltlichen Zustand der Dokumente dauerhaft ab.

„In unserem neuen digitalen Archiv spielt die Integritätssicherung und Revisionssicherheit der digitalen Daten eine besondere Rolle. Mit secrypt haben wir einen kompetenten Lösungspartner gefunden, der uns mit seiner Expertise und ausgereiften Signaturkomponenten unterstützt“, sagt Andreas Henkel, Leiter des Geschäftsbereiches für Informationstechnologie am Universitätsklinikum Jena. „Gleichzeitig sorgt März mit ihren erprobten IHE-konformen Lösungskomponenten dafür, dass unsere Daten zukunftssicher und herstellerunabhängig archiviert werden und unsere Anwender komfortabel und sicher auf die großen Datenmengen zugreifen können, immer dort, wo sie benötigt werden.“

secrypt und März auf der conhIT in Berlin

Wer mehr über die Anwendungsmöglichkeiten von eSignaturen und Zeitstempeln im Gesundheitswesen erfahren möchte, sollte secrypt auf der diesjährigen conhIT (19.04. bis 21.04.2016) in Halle 1.2 am Stand D-106 (bei synedra) besuchen. Dort stellt secrypt auch die neuen Signaturverfahren der eIDAS-Verordnung vor, wie die Handy-Signatur und das elektronische Siegel. Interessierte können hier eine persönliche Gastkarte für die conhIT bestellen (solange der Vorrat reicht).

Zudem ist Tatami Michalek, Geschäftsführer von secrypt am 18.04.2016 um 17:15 Uhr auf der conhIT-Satellitenveranstaltung von GMDS und BVMI mit folgendem Vortrag anzutreffen: „Elektronische Fernsignatur mittels Smartphone gemäß neuer EU-Verordnung eIDAS“. Die Veranstaltung findet im ABION Spreebogen Waterside Hotel, Alt Moabit 99, in 10559 Berlin statt. Eine zusätzliche Gelegenheit, mehr über dieses Thema zu erfahren, ergibt sich während der conhIT-Innovationssession am 20.04.2016 um 14:30 Uhr auf der Networkingfläche in Halle 2.2.

Darüber hinaus bietet das neue Whitepaper „elektronische Signaturen im Gesundheitswesen“, welches secrypt in Zusammenarbeit mit der Beratungsfirma promedtheus AG entwickelt hat, einen umfassenden Überblick über die integritätssichernden kryptographischen Verfahren. Interessierte können das Whitepaper über presse(at)secrypt.de anfordern.

Weiterführende Informationen zu den implementierten Produkten der März Internetwork Services AG erhalten Sie in Halle 2.2 auf dem Stand E-103 von Michael Haumann, dem Leiter des IHE-Fachvertriebes bei März.